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 Traditionen bewahren, Neues begründen 

Die Geschichte der Diakonissenanstalt reicht bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurück und ist mit den Orten Stettin, Köslin und Minden eng verknüpft. Der Name „Salem“ ist uns Auftrag und Verpflichtung, Gottes Frieden erlebbar werden zu lassen. Das Kürzel „SKM“ bildet bis heute, gemeinsam mit dem Kronenkreuz der Diakonie, das Logo der Einrichtung und steht für ihre großen Standorte im Laufe der Geschichte.

 Salem - Köslin - Minden 

Am Anfang der Geschichte der Diakonissenanstalt stand das „Mädchen-Rettungshaus Salem“ in Stettin. Ab 1914 hatte die Schwesternschaft ihren Sitz in Köslin. Nach dem zweiten Weltkrieg fand sie in Minden eine neue Heimat.

 Salem - der Anfang einer langen Tradition  

Salem entstand in Stettin: In dem damals wichtigsten Seehafen Preußens waren Frauen und Kinder vielen Gefahren ausgesetzt. Ein Kommerzienrat stiftete deshalb ein Haus, in dem zwei Diakonissen aus Berlin 1868 das „Rettungshaus Salem für verwahrloste und besonders auch elternlose Mädchen“ einrichteten.

Schon anderthalb Jahre später kam das Kinderhaus Stift Salem hinzu. Angeregt von der Gründerin, Thekla Baronin von Hünerbein, entstand in Salem bald eine eigene, stetig wachsende Schwesternschaft. 1890 bekam das Werk seinen ersten Vorsteher. 1891 wurde es in die Internationale Kaiserswerther Generalkonferenz aufgenommen.

 Köslin – das Begonnene erfolgreich weiterführen  

1908 bat der Kösliner Landrat die Schwesternschaft in Köslin, am Kaiser-Wilhelm-Krankenhaus die Pflege zu übernehmen. Da in Stettin alle Wachstumsmöglichkeiten ausgeschöpft waren, verlegten die Diakonissen 1914 das Mutterhaus nach Köslin. Parallel dazu betrieben sie weiterhin Kinder- und Jugendhilfe in Stettin. In Köslin, von 1914 bis 1945, erlebte die Diakonissenanstalt ihre Blütezeit. Die Schwesternschaft

 Minden – an neuen Aufgaben wachsen  

Eine neue Heimat fand die Schwesternschaft ab 1950 in Minden. Wie zuvor in Köslin übernahmen die Schwestern Kranken- und Gemeindepflege. Parallel dazu unterhielten sie ihre „Kinderheimat“. 1958 entstand das Haus Abendfrieden. Ursprünglich als „Feierabendhaus“ für Schwestern im Ruhestand gedacht, öffnete es sich bald für andere Menschen und wurde zum Altenheim. Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus ein neuer Arbeitsbereich. Die Arbeit am Klinikum wurde aufgegeben, die Angebote im Bereich Altenpflege wuchsen. Heute unterhält Salem drei Altenpflegeheime, eine Tages- und eine Kurzzeitpflege, eine Häusliche Pflege, 41 Altenwohnungen und das Fachseminar für Altenpflege. Das Engagement in der Kinder- und Jugendhilfe, mit dem die Geschichte der Diakonissenanstalt 1868 begonnen hatte, besteht in der Kinderheimat Salem bis heute. wuchs von 36 auf 360 Diakonissen. Als die Schwestern kriegsbedingt Pommern verlassen mussten, gingen sie mit mehr als 200 Kindern und kranken Menschen auf die Flucht bis Oldenburg, einem zentralen Sammelpunkt. Nur ein bereits erkranktes Kind starb auf dem beschwerlichen Weg. Kurze Zeit später nahmen die Schwestern am neuen Ankunftsort Minden ihre Arbeit auf.


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© Salem-Köslin 2008